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Bunt und schnell dahingemalt - so tritt die Glitch Art an den Start. Allerdings vertiefen sich da Freaks tagelang ins "Glitchen", intensivieren und optimieren. Das Stören digitaler Datensätze mit dem Ziel eines reizvollen Trümmerbildes oder Geräusches vermittelt ein Gefühl für die sonst abstrakt bleibende Welt der Nullen und Einsen, der Welt der digitalen Daten.

Vergleiche ich die von der Suchmaschine am 8.9.2015 angebotenen Glitch-Art-Produkte mit meinen auf dieser Homepage gezeigten Bildern von 2001, so bleiben meine Bilder zur Hälfte wiedererkennbar durch die Art ihres Fehlers: Grobpixelig klotzt sich ein vergangenes Bild in ein gegenwärtiges. Zur anderen Hälfte übersteigen sie das Glitch-Klischee durch erhebliche Aufarbeitung des fehlerhaften Bildes. Also ein zweiter, bewusster künstlerischer Schritt ist zu spüren, zumeist auch zu sehen.

Beruhigend? Beunruhigend? Wie bei der Eingabe einer Million anderer Suchbegriffe auch überrollt das Angebot der Welt den Einzelnen. Ich sehe es als passend an, dass ich da nur einmal im Leben so richtig Gas gab und nicht aus dem Aufarbeiten digitaler Bildfehlerszenen eine Passion machte. In der Bilanz macht Glitch Art Spaß. Zu "Glitchen" ist ein guter Workshop. Es gibt bald Bild-Erfolge.

Glitch ist ein Trick, um das Copyright-Problem der Found-Footage-Bewegung zu umgehen. Die vielen aus moderner Sicht guten und als Kunst ansprechbaren Glitch-Bilder machen zu Recht nachdenklich über die Inflation von Kunst, die sich als modern ausgibt. Ich antworte nach entsprechendem Nachdenken mit Bildern, die nicht Fläche bleiben, sondern in die Tiefe lenken.